Teams in der Bayernliga:
1. MKWU 1
BCI Röthenbach
PCNC Nürnberg
BC Augsburg
FT Hof
BC Oettingen
TV 1880 Fürth
petanque München
BC Würzburg (Auf)
BouPa München (Auf)
1. Spieltag am 18.4. geteilt in Hof (mit dem BCW) und in Vaterstetten
2. Spieltag am 20.6. in Würzburg
3. Spieltag am 26.9. in Berg
Zum Glück hat Alexander Magnes mir die Arbeit abgenommen und auf viel anschaulichere Weise folgenden aufschlussreichen, spannenden Bericht zu den Höhen und Tiefen unseres Spieltags verfasst. Ich habe seinen Beobachtungen nichts hinzuzufügen, außer dass ich mich sehr über den freundlichen Blick des Zaungasts auf unser Team freue und herzlich dafür danke! (SL)
1. Spieltag Bayernliga aus Sicht eines Zaungasts
Andrea und ich sind mit dem kleinen roten Spielmobil am Freitagnachmittag bei bestem Wetter nach Hof getuckert. Die Unterkunft, Hotel Dormero, war mit einem Fragezeichen versehen, denn ich "Sparfuchs" hatte im Internet günstig gebucht. Die Buchungsbestätigung aus der Robinson Road Singapur hat mich schon nervös gemacht. Doch es hat alles funktioniert und das Zimmer war richtig ruhig und schön. Nach dem Einchecken fanden wir auf dem Spielgelände Anschluss an Andreas und Harald sowie Axel aus Hof. Während die Athleten das Gelände erkundeten, realisierte ich, dass Harald gut verpflegt in den Wettkampftag kommen möchte - und wir auch. So suchte ich ein erreichbares Lokal mit guter Bewertung. Rausgekommen ist die "Wolfsschlucht Hof". Ein inhabergeführtes kleines Traditionslokal. Axel meinte als Einheimischer: "Da ist es prima." Das bestätigte sich. Wir hatten einen gemütlichen, wundervollen Abend.
Der Spieltag begrüßte uns bewölkt, aber trocken. Durchgehalten hat er das nicht. Infolge von Sonne, keine Sonne und etwas "Himmelstränen" mussten sich die Sportler nicht nur dem Boden, sondern auch den Witterungsverhältnissen immer wieder aufs Neue anpassen. Das erste Mal in meinem Leben tatsächlich mit "Fan-Gefühlen" unterwegs, begleitete ich die 1. Mannschaft des BC Würzburg durch den Tag. Und spannend war das auf jeden Fall.
In der ersten Runde begegneten die "Würzburger" den "Fürthern". Hart, aber fair wurde auf ordentlichem Niveau miteinander gerungen. Bayernliga eben! Ich muss meinem Freund Frank Höfer recht geben. Mit steigendem Niveau werden "Kleinigkeiten" ausschlaggebender. So war am Ende ein Punkt das Zünglein an der Waage. In einem fulminanten Mixte wurde z. B. ein Punktedefizit durch "Würzburg" von Aufnahme zu Aufnahme bis zu einem 12:12 ausgeglichen. Dass diese Begegnung dann mit 2:3 für "Fürth" zu Ende ging, war auch ein wenig Glück der Mittelfranken.
Runde zwei mit den Oettinger Boulisten startete ausgeglichen. Nach dem ersten Durchgang stand es 1:1. Dieses vorläufige Ergebnis spiegelte das Spielgeschehen jedoch keinesfalls. Ich bin versucht, die 1. Mannschaft dank ihrer Leistung und sportlichen Haltung als "Würzburger Löwen" zu bezeichnen. Aber da werde ich wohl als parteiisch angesehen. Sei´s drum, sie gaben tapfer alles und mussten sich in dieser Begegnung doch geschlagen geben. Weniger stabile Persönlichkeiten wären an der Stelle bestimmt "eingebrochen". Nicht so unsere "Erste".
In der dritten Runde spielte der PCNC mit der "Ersten". Und wieder gingen die Tripletten salomonisch mit 1:1 aus. Unsere "Löwenherzen" nahmen das als Ansporn und gingen mit dem festen Vorsatz "... zwei Doubletten müssen gewonnen werden ..." ins Rennen. Das erste Doublette wurde nach zähem Ringen den "Nürnbergern" zugestanden. Die Mixte-Paarung kämpfte auf schwierigstem Boden. Auch das dritte Doublette wogte hin und her. Ausschlaggebend war zuerst im Mixte, dass sich unsere Spielenden (Andrea und Andreas) besser auf den Boden einstellen konnten und nach einem für lange Zeit ausgeglichenen Spiel den Punktezähler zügig bis zur 13 trieben. Jetzt ging es im letzten Spiel um alles! Es stand in der Begegnung 2:2. Wer dieses Doublette "holt", hat die Begegnung gewonnen. Es war ein Krimi. In einem Überraschungscoup schoss Leger Slivo das Schweinchen ins Aus. In der letzten Aufnahme stand es 12:12. Slivo spielt die letzte "Würzburg-Kugel" an den Punkt. Frank Hausam schießt - zum Glück "Kein Tor". Die letzte "Nürnberg-Kugel" des Tages fand ihr Ziel nicht. Ein 13:12 führte zu einer hart umkämpften, verdient gewonnenen Begegnung.
Danke, liebe 1. Mannschaft, und weiter viel Erfolg!
Alex.
2. Bayernliga-Spieltag in Würzburg am 20.06.26
“Raus aus der Abstiegszone” …
… hieß unsere Devise für den zweiten Spieltag der Bayernliga. Das gelang: Mit dem 7. Tabellenplatz hat sich das Team BC Würzburg 1 durch Spielfreude und Spielstärke, Engagement und Kampfgeist eine solide Ausgangsbasis für den herbstlichen dritten Spieltag erworben.
Wir danken Alexander Magnes für seine mitfühlende, mitfiebernde Begleitung und den folgenden ausführlichen, spannenden und humorvollen Bericht. Last but but not least: Ein herzliches Dankeschön an alle übrigen Helfer und Helferinnen! (Susanne Lenz)
Das letzte Mal war ich Zaungast. Dieses Mal befand ich mich mitten im bunten Treiben auf dem Würzburger Platz. Und wie so oft in meinem Leben klaffte schnell eine Lücke zwischen meiner Vorstellung und der harten Wirklichkeit.
Um das verstehen zu können nehme ich den Lesenden in meine Gedanken mit:
Die erste Mannschaft spielt in der höchsten bayerischen Liga und ist für mich unser Aushängeschild, Botschafter, Leistungsträger, Motivator, Vorbild, … Dazu kommt, unser Verein besteht wahrscheinlich aus über einhundert Mitgliedern. Er gehört nach dem Bericht aus 2025 zu den größten Bouleclubs im Freistaat.
Mit der „Denke“ war für mich klar „Da unterstütze ich, wie viele andere, am Spieltag.“.
Es gab für mich als mannschaftslose Randfigur keinen Zweifel „Du bekommst nicht alles mit, aber zu dem Tag wird für unsere Athleten alles vorbereitet sein und sie brauchen „nur“ ihre sportliche Leistung abzurufen.“.
Unsere „Erste“ hat für die Bayernliga fast nur aus dem eigenen Saft einen wirklich schönen Spieltag in Würzburg auf die Beine gestellt. Mannschaftsfremde Helfer konnte ich an dem Tag an einer Hand abzählen. Unsichtbare Unterstützer hat es sicher gegeben.
Hier schon einmal mein herzliches „Dankeschön“ an alle Beitragenden!
Ich schreibe das, um die Ergebnisse des Tages im richtigen Rahmen sehen zu können. Es ist ein Unterschied, ob ich entspannt angereist bin, mich einspiele und in den Wettkampf gehe, oder ob ich um 07:30 Uhr am Platz aufbaue … und nach 19.00 Uhr wieder abbaue und dazwischen auf dem Platz bestehen soll.
An dem Tag wurde von allen bei bis zu 35° Celsius eine beachtliche Leistung gezeigt.
Um es nicht zu vergessen, dank unseres „Schiri“ Volker nahm der Spieltag einen entspannt-zügigen Verlauf, was allen zugute kam.
Unsere Unterfranken hatten drei Schwergewichte vor der Brust: BCI Röthenbach, petanque München und BC Augsburg. Sechs Runden bzw. 15 Spiele waren zu bestehen.
BCI Röthenbach
Bei noch gnädigen Temperaturen und den „Heimvorteil“ im Kopf wurden die Tripletten angegangen. In der Liga ist es m. E. Zielstellung in der ersten Runde ein, besser zwei, Spiele in der „Königsdisziplin“ einzufahren. So muss in der zweiten Runde nicht alles gewonnen werden, um die Begegnung für sich zu entscheiden.
Die Röthenbacher machten es den Weinfranken schwerer als nötig, aber der Plan ging auf. Mit zwei gewonnen Partien standen nun die Doubletten an.
Es tut mir fast weh das zu schreiben, aber manchmal ist Pétanque ein grausames Spiel.
In einem Match wurden noch zwei und im anderen noch ein Pünktchen gebraucht, welche uns Fortuna nicht zugestanden hat.
pétanque München
Uff – eine andere Spielphilosophie wurde erfahren und es wurde heiß.
Die Oberbayern haben ihr Spiel im Durchschnitt stärker an der Schießleistung ihrer Equipen ausgerichtet. Der Boden war an diesem Tag schwierig. Er war für die Leger eine echte Herausforderung. Gerade hohe Bögen, welche normalerweise einen kurzen Nachlauf mit guter Kugelposition versprechen, sind „durchgelaufen“ oder „stecken geblieben“. Schrägen mit Belag, wo normalerweise sicher Punkte platziert werden können, sind trocken und schnell gewesen. Fortuna hat sicher auch gelächelt – leider in eine andere Richtung.
Immerhin – ein gewonnenes Spiel wurde aus der Begegnung mitgenommen.
BC Augsburg
Was mich an unserer Mannschaft begeistert, die geben nicht auf!
Bei jetzt 35° Celsius im Schatten und nach zehn Spielen mit noch „blöderen“ Bodenverhältnissen als vorher wurde alles gegeben.
Beide Mannschaften waren vom Tag gezeichnet. In der Situation sah ich oft, entweder ist es schnell vorbei oder dauert ewig. Es dauerte ewig.
In den Tripletten wurde konzentriert um jeden Punkt gerungen. Unsere Tireure hielten die Konzentration hoch. Taktische Elemente wurden stärker eingesetzt. Es wurde z. B. von Augsburgern bewusst lang gespielt, um unsere Schießer auszuhebeln. Nutzlos. Sie blieben auch auf der Langdistanz treffsicher. Die Leger glichen Längen und Bodenbeschaffenheiten wunderbar aus.
Eine Triplette wurde wegen einem Punkt abgegeben (Fortuna wieder) aber eine Triplette mit plus drei Punkten gewonnen!
Keine leichte Ausgangssituation für die Doubletten.
Es ging für beide Mannschaften darum die Begegnung mit zwei gewonnenen Doubletten für sich zu entscheiden. Es dauerte und dauerte und dauerte ….. Jetzt war jedes Vorhaben auf der Goldwaage. Jede Aktion musste mit bester Konzentration angegangen werden. Da schlug unser „Mixte“ ein. Mit einer sensationellen „Fanny“ stand es 2:1. Ein enormer Druck für die Augsburger. Ein Ansporn für unsere.
Das nächste Doublette glitt uns mit fehlenden drei Punkten durch die Finger. Es stand 2:2!
Endspielstimmung!
Die „Erste“ hielt stand und gewann mit drei Punkten Vorsprung.
Die Begegnung war entschieden!
Es war mir eine Freude den Spieltag zu begeleiten! Alexander Magnes




